Wie man Regenwald
schützt und Umweltbildung fördert.

Die Ziele des Vereins Salve Floresta sind Umweltbildung, Erforschung des Waldes und Projekte zur Erhaltung und Wiederaufforstung
des tropischen Regenwaldes.

Der Gründer der ökologischen Initiative Salve Floresta (rettet den Regenwald) und der gleichnamigen Eco Lodge, der brasilianische Soziologe und heutige Umweltschützer Antonio Carlos Soares Pinto (promoviert in München). arbeitete in den 19achziger Jahren im Amazonasgebiet als Berater bei Großprojekten im Bereich Umweltverträglichkeit. Er wurde tagtäglich mit der Zerstörung der Wälder durch den Bau großer Staudämme konfrontiert und musste miterleben, wie die indigenen Ureinwohner und die Flussbewohner vertrieben wurden und gigantische Mengen von Flora und Fauna durch die Flutung zur Bildung von Stauseen verloren gingen.

So wurde die Idee geboren an anderer Stelle, anfänglich mit einem kleinen Projekt den Wald zu schützen und zu erhalten. In der Nähe des Dorfes Tapirai, westlich von Sao Paulo in einem noch unzerstörtem, aber gefährdetem Teil des atlantischen Regenwaldes fand sich ein Großgrundbesitzer der einen Teil verkaufen wollte. Das war nach der Umweltkonferenz im Jahre 1992 in Rio de Janeiro so üblich, denn seit diesem Zeitpunkt wurde der Regenwald gesetzlich geschützt, und die Besitzer durften nichts mehr roden oder verändern.

Carlos Soares wagte zusammen mit seiner Familie, Freunden und freiwilligen Helfern und den ersten Angestellten aus der Umgebung den Schritt und gründete 1994 die „Regenwald- Akademie“. Diese Initiative sollte mehrere Ziele miteinander verbinden: Erhaltung und Aufforstung, Aufklärung über die ökologischen Gegebenheiten und Probleme und das Erleben einer beeindruckenden Naturvielfalt.

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Die zweite Verbindung ist der Öko- und Wissenschaftstourismus; er nimmt auf die Belange des Naturschutzes und der ansässigen Bevölkerung besonders Rücksicht. Zahlreiche europäische und  brasilianische Gäste haben bis heute die Akademie besucht. Die Europäer in der Mehrzahl als Studienreisende und die Brasilianer teils in Schulklasse, Studenten Gruppen oder als Ferien- und Wochenend-Besucher.

Seit 1994 haben wir durch den nachhaltigen Tourismus eine wesentliche Verbesserung im Wald feststellen können:

• Durch die Umweltbildungsarbeit des Projekts konnte eine Steigerung der Sensibilität und des allgemeinen Bewusstseins der Bevölkerung erreicht werden.
• Der Bestand an Tieren ist größer geworden
• Die Vogelwelt ist gewachsen, inzwischen sind 370 Vogelarten in unserem Areal katalogisiert und registriert worden.
• Der Raubbau an Pflanzen, Holz, Vögeln und Tieren hat sich durch die Achtsamkeit der Mitarbeiter sehr stark reduziert.

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Umweltbildung

Was ist für uns die Umweltbildung? Umweltbildung versteht sich als Prozess, durch den das Individuum und die Gemeinschaft soziale Werte, Kenntnisse, und Fähigkeiten zur Erhaltung der Umwelt kennenlernt. Und wie Nachhaltigkeit und Naturschutz und schonender Umgang mit Natur unsere Lebensqualität erhalten kann. Sie ist für uns ständige pädagogische Aktion, mit der unsere Besucher lernen ihr Leben auch in Wechselwirkung mit der sie umgebenden Natur zu verstehen.

Im Fokus stehen für uns Kinder und Heranwachsende, sie begreifen die Gesetze der Natur, indem sie sie erwandern und von kundigen Führern erklärt bekommen. Die Zukunft des Menschen erklärt sich im Umgang und Auseinandersetzung mit seiner ihn umgebenden natürlichen Ressourcen. 2017 hat es uns besonders gefreut, dass uns mehr als 600 Kinder aus dem Dorf Tapirai besucht haben.

Die Schule kann versuchen Kinder durch Umweltbildung zu sensibilisieren um neue Verstehensweisen des ökologischen Kreislaufs zu finden, damit zukünftige Generationen sich für ein harmonischeres Zusammenleben von Mensch und Umwelt einsetzen. Die Kinder sollen kritisch verstehen lernen  mit welchen Prinzipien unsere Gesellschaft die Umwelt bisher zerstört hat und weiter zerstört.

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Zum Beispiel, dass natürliche Ressourcen und verschiedene Arten nicht unerschöpflich sind und Ressourcen und Reserven mit Bedacht genutzt werden müssen. Dazu gehört natürlich Unterweisung in Abfallvermeidung und Recycling, das ist für uns alle eine von vielen lebenswichtigen Umstellungen.

Für die Kinder bedeutet dieser Tag auch Spass haben in freier Natur: im Wald laufen, klettern, und spielen, im Wasserfall baden, gemeinsam im Restaurant essen, dann im Labor die mitgebrachten Pflanzen erforschen. Die Freude der Kinder ist unbeschreiblich – ihre Intensität und Ernsthaftigkeit verblüfft immer wieder. Die Kombination von Spiel und intensivem Arbeiten, z.B. am Mikroskop, macht eine Pädagogik „von oben herab“ überflüssig.

Diese Kinder werden vielleicht eine Garantie sein für Naturschutz und Nachhaltigkeit in der Region – jetzt und in Zukunft. Aber nicht nur Kinder aus dem Dorf Tapirai haben uns für unser besonderes Programm besucht, sondern auch andere Zielgruppen blieben einige Tage in Salve Floresta. Die Organisation CADEVI ( Zentrum für Sehbehinderte und Blinde) ist mit ca. 30 Sehbehinderten zu uns gekommen um mit Führung den Wald mit Fühlen und Hören zu erleben.

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